Um mehr über Trigger im Allgemeinen zu erfahren, siehe Abschnitt Informationen zu Triggern.

Cloud-Trigger ermöglicht Ihnen die Integration von NiceLabel Cloud oder von Ihrem vor Ort gehosteten Control Center mit vorhandenen Geschäftssystemen, die in privaten Clouds oder in speziellen Rechenzentren ausgeführt werden. Wenn ein vorhandenes Geschäftssystem (wie SAP S/4HANA oder Oracle NetSuite) eine Ausgabe erzeugt, ermöglicht Ihnen eine in der Cloud gehostete API, HTTP-Anforderungen an den Cloud-Trigger zu senden.

Der Cloud-Trigger ermöglicht Ihnen das lokale Drucken von Etiketten, deren Inhalte aus den Cloud-basierten Informationssystemen stammen. Da der im lokalen Automation ausgeführte Cloud-Trigger Standardmethoden für den Zugriff auf Cloud-basierte Dienste verwendet, können Sie lokales Drucken auf sichere und zeitsparende Weise bereitstellen.

Der Cloud-Trigger bietet eine sichere und transparente Möglichkeit zur Integration Ihres lokalen Etikettendrucks anhand von Anwendungen, die über das offene Internet kommunizieren.

Im Gegensatz zum HTTP Server Trigger müssen Sie für den Cloud-Trigger keine eingehenden Ports in Ihrer Firewall öffnen. Der Cloud-Trigger nutzt eine dedizierte NiceLabel API, die in der Cloud ausgeführt wird. Deswegen erfordert der Trigger nur eine Öffnung des ausgehenden Ports 443 oder der Ports 9350-9354. In den meisten Fällen sind diese Ports bereits geöffnet.

Cloud-Trigger mit Ihrem vor Ort gehosteten Control Center implementieren

Cloud-Trigger in Automation Builder konfigurieren

Dieser Abschnitt beschreibt, wie Sie den Cloud-Trigger in Automation konfigurieren, das auf Ihrem lokalen Server ausgeführt wird.

Öffnen Sie Ihren Automation Builder. Stellen Sie sicher, dass der Automation Builder mit Ihrem Control Center verbunden ist. Wählen Sie zu diesem Zweck Datei > Optionen > Control Center und prüfen Sie, ob die URL-Adresse Ihres Control Center angegeben ist.

Anmerkung

Eine Verbindung zwischen Automation Builder und Control Center bedeutet außerdem, dass beide Anwendungen denselben Lizenzschlüssel nutzen.

Die Registerkarte Konfigurationselemente wird geöffnet. Klicken Sie auf Cloud-Trigger, um eine neue Konfiguration für den Cloud-Trigger zu erstellen.

Allgemein Tab
  1. Stellen Sie Namen und Beschreibung ein, um Ihren Cloud-Trigger unter anderen Triggern leicht finden zu können.

  2. Nehmen Sie die Kommunikation-Einstellungen für den Trigger vor:

    • Legen Sie die Eindeutige Kennung fest. Nachdem Sie den Trigger bereitgestellt haben, registriert diese eindeutige Kennung den Trigger in Ihrem Control Center. Verwenden Sie nur alphanumerische Zeichen. Sonderzeichen sind nicht erlaubt.

      Wenn Sie die Cloud-Trigger-Konfiguration auf mehreren Computern durchführen, müssen Sie sicherstellen, dass jeder Computer automatisch seine eigene eindeutige Kennung verwendet. Um unerwünschte Duplikate zu vermeiden, fügen Sie interne Variablen als Teil der Eindeutigen Kennung ein. Sie können zu diesem Zweck zwei interne Variablen verwenden:

      • ComputerName: Der Name des Computers, auf dem die Konfiguration ausgeführt wird.

      • SystemUserName: Der Windows-Benutzername des aktuell angemeldeten Benutzers.

      Um interne Variablen in die Eindeutige Kennung einzufügen, klicken Sie auf „Datenquelle einfügen“ und wählen Sie Ihre internen Variablen aus.

      UUID-7905238a-2b2d-69c4-9856-247bdcb0320c.png
    • Warten, bis Trigger-Ausführung abgeschlossen ist: Das HTTP-Protokoll wartet darauf, dass der Empfänger (in diesem Fall NiceLabel Automation) eine numerische Antwort an den Absender übermittelt, die den Status der empfangenen Nachricht anzeigt. Standardmäßig antwortet NiceLabel Automation mit dem Code 200. Dies zeigt an, dass Automation die Daten erfolgreich empfangen hat, gibt aber keine Informationen über den Erfolg von Trigger-Aktionen.

      Diese Option legt fest, dass ein Trigger nicht sofort nach Empfang der Daten eine Antwort sendet, sondern wartet, bis alle Aktionen ausgeführt wurden. Danach sendet er den Antwort-Code, um das erfolgreiche Ausführen von Aktionen zu bestätigen. Wenn diese Option aktiviert ist, können Sie eine benutzerdefinierte Antwort und die entsprechenden Daten zurücksenden (z. B. ist die Antwort auf eine HTTP-Abfrage die Etikettenvorschau im PDF-Format).

      Beim Cloud-Trigger sind die relevanten, in Automation integrierten Standard-HTTP-Antwortcodes:

      HTTP-Antwortcode

      Beschreibung

      200

      Alle Aktionen erfolgreich ausgeführt.

      400

      Keine Konfiguration verfügbar.

      500

      Beim Ausführen der Aktion sind Fehler aufgetreten.

      Anmerkung

      Um Feedback zum Druckprozess an Automation zu senden, aktivieren Sie den synchronen Druckmodus. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Synchroner Druckmodus.

    • Antworttyp: Gibt den Typ Ihrer Antwortnachricht an. Häufig verwendete Internet-Medientypen (auch MIME-Typen oder Content-Typen genannt) stehen in der Dropdown-Liste zur Verfügung. Falls Ihr Medientyp nicht in der Liste enthalten ist, geben Sie ihn selbst ein. Automation sendet die ausgehenden Antwortdaten im Format des festgelegten Medientyps als Feedback. Variable aktiviert variable Medientypen. Wählen Sie bei aktivierter Option eine Variable aus (oder erstellen Sie eine Variable), die den Medientyp enthält.

      Anmerkung

      Wenn Sie keinen MIME-Typ angeben, verwendet NiceLabel Automation application/octet-stream als Standard.

    • Antwortdaten: Definiert den Inhalt Ihrer Antwortnachricht. Beispiele für Inhalte, die Sie in Form von HTTP-Antworten senden können: Benutzerdefinierte Fehlermeldungen, Etikettenvorschau, erzeugte PDF-Dateien, Druckstrom-(Spool-)Dateien, XML-Dateien mit Daten aus der Druck-Engine und der Etikettenvorschau (als Base64-Zeichenfolge codiert) usw.

      Wenn Ihre Ausgabe aus binären Inhalten besteht (z. B. Etikettenvorschau oder Druckstrom), müssen Sie einen unterstützten Medientyp auswählen, z. B. image/jpeg oder application/octet-stream.

    • Zusätzliche Header: Ermöglicht es Ihnen, benutzerdefinierte MIME-Header für die HTTP-Antwortnachricht zu definieren.

      Die Syntax für Antwortheader und Beispiele stehen im Abschnitt Aktion „HTTP-Anfrage“ zur Verfügung.

      Tipp

      Sie können bei Antwortdaten und zusätzlichen Headern festen Inhalt, eine Mischung aus festem und variablem Inhalt oder ausschließlich variablen Inhalt verwenden. Um variablen Inhalt einzufügen, klicken Sie auf die Schaltfläche mit dem Pfeil rechts neben dem Datenbereich und fügen Sie Ihre Variable aus der Liste ein. Sie können auch eine neue Variable erstellen, die die Daten enthält, sie Sie verwenden möchten. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Zusammengesetzte Werte verwenden im Benutzerhandbuch.

Andere Tab

Die Optionen im Bereich Feedback von der Print Engine legen die Kommunikationsparameter fest, durch die Sie Feedback von der Druck-Engine erhalten können.

  • Überwachtes Drucken: Aktiviert den synchronen Druckmodus. Verwenden Sie ihn, wenn Sie den Status des Druckauftrags an die Drittanwendung zurücksenden wollen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Synchroner Druckmodus.

Die Optionen im Abschnitt Datenverarbeitung geben an, ob Sie die Daten kürzen möchten, damit sie in eine Variable passen, oder ob die fehlenden Etikettenvariablen ignoriert werden sollen. Standardmäßig meldet Fehler und unterbricht den Druckprozess, wenn Sie versuchen, zu lange Werte in Etikettenvariablen zu speichern oder Werte für nicht vorhandene Etikettenvariablen anzugeben.

  • Übermäßig lange Variableninhalte ignorieren: kürzt Datenwerte, die die Länge der Variable gemäß Definition im Etiketten-Designer überschreiten, um sie auf passende Länge zu bringen. Diese Option wird wirksam, wenn Sie Variablenwerte in Filtern oder aus Befehlsdateien festlegen und wenn Sie Werte von Triggervariablen den gleichnamigen Etikettenvariablen zuordnen.

    Beispiel 26. Beispiel

    Die Etikettenvariable akzeptiert maximal 5 Zeichen. Wenn diese Option aktiviert ist, wird jeder Wert über 5 Zeichen auf die ersten 5 Zeichen gekürzt. Wenn der Wert 1234567 lautet, ignoriert die 6. Und 7. Stelle.


  • Fehlende Etikettenvariablen ignorieren: Beim Drucken mit Befehlsdateien (z. B. JOB-Dateien), werden alle Variablen ignoriert, die:

    • in der Befehlsdatei angegeben sind (anhand des SET Befehls)

    • nicht auf dem Etikett definiert sind

    Etwas Ähnliches geschieht, wenn Sie einen Zuweisungsbereich in einem Filter definieren, um alle Name-Wert-Paare zu extrahieren, Ihr Etikett jedoch weniger Variablen enthält.

    Wenn Sie Werte von nicht vorhandenen Etikettenvariablen einstellen, gibt einen Fehler aus. Wenn diese Option aktiviert ist, wird der Druck fortgesetzt.

Die Optionen im Abschnitt Scripting geben die Scripting-Möglichkeiten an.

  • Scripting-Sprache: Wählt die Scripting-Sprache für den Trigger aus. Alle Script ausführen-Aktionen, die Sie innerhalb eines einzelnen Triggers nutzen, verwenden die ausgewählte Scripting-Sprache.

Die Optionen im Abschnitt Empfangene Daten speichern legen die Befehle fest, die für vom Trigger empfangene Daten zur Verfügung stehen.

  • Vom Trigger empfangene Daten speichern in Datei: Aktivieren Sie diese Option, um vom Trigger empfangene Daten zu speichern. Die Option Variable aktiviert einen variablen Dateinamen. Wählen Sie eine Variable aus, die den Pfad und den Dateinamen enthält.

  • Bei Fehler vom Trigger empfangene Daten speichern in Datei: Aktivieren sie diese Option, um die vom Trigger empfangenen Daten nur dann zu speichern, wenn ein Fehler bei der Ausführung der Aktion auftritt. Sie könnten diese Option beispielsweise aktivieren, um die Daten zu behalten, die das Problem hervorgerufen haben, um die Lösungsfindung zu erleichtern.

    Anmerkung

    Stellen Sie sicher, dass Sie die Unterstützung für Überwachtes Drucken aktivieren. Ist sie nicht aktiviert, kann Fehler bei der Ausführung nicht erkennen. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Synchroner Druckmodus.

    Anmerkung

    speichert die empfangenen Daten in einer temporären Datei. Diese temporäre Datei wird sofort nach Abschluss der Trigger-Ausführung gelöscht. Die interne Variable DataFileName verweist auf diesen Dateinamen. Weitere Informationen finden Sie in den Abschnitten Interne Variablen.

Sicherheit Tab
  • Trigger sperren und verschlüsseln: Aktiviert den Trigger-Schutz. Wenn Sie die Option aktivieren, wird der Trigger gesperrt und kann nicht mehr bearbeitet werden. Dadurch werden die Aktionen verschlüsselt. Nur Benutzer mit einem Passwort können den Trigger entsperren und bearbeiten.

Auslöser starten

Stellen Sie den Trigger in Automation Manager bereit und starten Sie ihn. Der Cloud-Trigger prüft jetzt auf eingehende Anfragen.

Anmerkung

Wenn Ihre Konfiguration höhere Verfügbarkeit und Skalierbarkeit erfordert, können Sie mehrere identische Cloud-Trigger bereitstellen. Installieren Sie zu diesem Zweck mehrere Instanzen von Automation und stellen Sie die Cloud-Trigger auf ihnen bereit. Wenn die bereitgestellten Cloud-Trigger dieselbe Eindeutige Kennung haben, verteilt der integrierte Lastausgleich in NiceLabel Cloud die Traffic-Last gleichmäßig auf sie.

Cloud-Trigger-Zugriff für den externen Integrator einrichten

Anmerkung

Um den Zugriff des Integrators auf den Cloud-Trigger einzurichten, müssen Sie die Berechtigung zur Verwaltung der Cloud-Integration im Cloud-basiertenControl Center haben. Im Benutzerhandbuch für Control Center finden Sie weitere Informationen zur Verwaltung von Benutzerrechten.

  1. Gehen Sie auf Anwendungen > Cloud-Integrationen.

  2. Klicken Sie auf +Hinzufügen. Die Seite Cloud-Trigger-Integratoren wird geöffnet.

  3. Geben Sie den Namen des Integrators ein, den Sie hinzufügen.

    UUID-48984233-2f5c-3b15-04d2-a284439f7360.png
  4. Kopieren Sie den Schlüssel.

  5. Klicken Sie auf Speichern.

Anmerkung

Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt „Cloud-Trigger“ Ihres Control Center Benutzerhandbuchs.

Cloud-Trigger aufrufen (Vor-Ort-Implementierung)

Mit diesem Schritt stellen Sie sicher, dass die Ausgaben der externen Geschäftssysteme lokal gehostete Cloud-Trigger erfolgreich ausführen. Dies ist der Zweck der CloudTriggerOperation. Geben Sie in der URL für den Aufruf den Namen des Triggers an, den Sie aufrufen.

Um den Trigger mit Ihrer eindeutigen Kennung MyCloudTrigger aufzurufen, verwenden Sie die folgende URL:

https://<YourServerName>/epm/api/trigger/<MyCloudTriggerID>

Anmerkung

Die URL kann mit http oder https beginnen – je nachdem, wie Sie Ihr Control Center bei der Installation eingerichtet haben. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt „Website und Speicher einrichten“ des Control Center Installationshandbuchs.

Rufen Sie die URL für jedes Ereignis (Ausgabe) im externen Geschäftssystem wie im Beispiel gezeigt auf. Jeder Aufruf führt den Cloud-Trigger aus, der auf dem lokalen Automation Server gehostet wird.

Alle Aufrufe müssen einen Header namens Integrator-Key enthalten.

Anmerkung

Sie erhalten den Integrator Key in Ihrem Control Center. Beachten Sie unter Cloud-Integrationen das Thema „Konten für das Entwicklerportal einrichten“ .

Beispiel 27. Beispiel

Integrator-Key: 9d59d7d444da412b8acfb488a01bb632